Montag, 10. September 2012

Wochenende

Hallo ihr Lieben,

nachdem ich nun die ersten drei Tage gearbeitet habe, ist auch das erste erholsame Wochenende rum. Zu Arbeit später mehr, das dauert länger.
Das Wochenende jedenfalls war sehr schön und schlafreich. Die ganze Zeit zu arbeiten und das auf englisch ist schon nochmal eine andere Herausforderung und etwas, an da ich mich gewöhnen muss.
Dafür belohnte mich England mit einem traumhaften Herbstwochenende mit Sonnenschein, Schäfchenwolken und den ersten verfärbten Blättern. Also, nichts wie raus und Chris Vater, Christopher und ich sind zusammen am Samstag zu einem römischen Museum und einem Schloss gefahren, am Sonntag ging es dann in die Towneley Hall... letztere gehört früher irgendeinem superreichen Mr. Towneley, der wohnte wie im Schloss, hat Kunst gesammelt, und nach seinem Tod ist das nun alles öffentlich zugänglich. Und, lucky us, war an diesem Sonntag sogar Volksfest und freier Eintritt...das heißt wir kamen auch in den Genuß einer Schauvorfühung des Bürgerkrieges 1600 und irgendwas. Schon ziemlich gut alles!. Anschließend hat Christophers Vater uns ein english breakfast gezaubert und ich zumindest war satt bis heute morgen. Aber gut wars trotzdem.
Ta, sonst gab es Filme und englische Quizshows, viel Kaffee und Gammeln auf der Couch und Bilder gibt es später irgendwann, jetz muss ich los zur Arbeit. Also, liebe Grüße und bis bald

Sonja

Freitag, 31. August 2012

Good old England

Hallo ihr Lieben,


nach langer Zeit melde ich mich zurück aus England, Lanchashire, Blackburn, Rishton......ihr müsst euch das so rangezoomt vorstellen. Rishton ist ein Ortsteil von Blackburn, Chris und sein Vater wohnen hier und ich etzt für einige Zeit mit ihnen. Insgesamt liegt das Örtchen (90000 Einwohner) 60 km oder so nördlich von Manchester, 1 Stunde zugfahrt trennt mich von der Großstadt. Klingt vertraut, oder?
Aber entgegen aller Wetterwarnungen regnet s bishr noch nicht halb so viel wie angekündigt.....Und ich bin heute immerhin schon eine Woche hier.
Letzten Donnerstag ging es mit dem Flieger von Hahn nach Manchester, wo ich mangels offener Autovermitung und Bahnverbindungen ( 11 Uhr abends) die Nacht verbrachte. Aber der Kaffeestand war 24h geöffnet ;) AM nächsten morgen um 7 ging es mit einem VW Polo nach Blackburn, Autoschlüssel um 9 von Chris geholt und ih um 12.30 von der Arbeit abgeholt. Und da wir uns dann jetzt am Montag tatsächlich schon 1 Jahr kennen, wurde das Wochenende zum Feierwochenende erklärt und wir sind mit dem Auto quer durch England gefahren. Die 1600km führten uns zunächst an COlchester vorbei. Großes Wiedersehen und Abschiedsessen im arabischen Restaurant. Weiter ging es nach Canterbury mit Canterbury Tales, Christopher Marlowe, Anfang des Pilgerwegs nach Rom und der Kathdrale, dem Sitz des Oberhaupts der englischen Kirche. Da wir uns am nächsten Morgen tatsächlich in den Gottesdienst verirrten, hat uns letzterer (Arhbishop of Canterbury) auch gleich das Abendmahl ausgeteilt. Die Kathedrale ist echt einfach die schönste überhaupt, Canterbury definitiv eine meiner liebsten Städte in England.
Am Sonntag verließen wir die christliche Stadt und fuhren nach Stonehenge. Absolut überfüllt aber trotzdem beeindruckend. Keine Ahnung, wie dise Leute damals vor 4000 Jahren die Steine bewegt haben......und das ja nicht nur in Stonehenge. Es gibt relativ viele weiter Steinkreise in England. Zwei weitere haben wir in den nächsten Tage noch besucht, Avebury und noch einen. Avebury war fast noch beeindruckender als Stonehenge, eine Kreisanlage, dir zu umrunden 30 Minuten dauert, die von einem aufgschütteten Erdwall umgeben ist und 4 Eingänge hat. Nen Haufen Arbeit sag ich nur!!!!Wir reisten weiter durch die Zeit, sahen Glastonbury, Heiligenstätte sämtlicher Kulte, die auf Leylinien basieren. Besonders beeindruckend der Berg mit Turm, auf den wir bei Regen kletterten. Und über das römische Bath mit gut erhaltenen Badanlagen und einer super schönen Innenstadt ganz aus hellem Sandstein gebaut und dem mittelalterlichen Chester ging es zurück nach Blackburn und Rishton. Auto abgeben und hinein in den Alltag. Der war bisher wi gesagt kaum alltäglich, aber das Praktikum fängt nächsten Mittwoch an, ich bin in der King Georges Hall, einer Veranstaltungshalle in Blackburn.
Dann gibts mehr, jetzt ein paar Fotos.

Seid lieb gegrüßt aus England,

Sonja


Canterburys Eingangstor zur Kathedrale

Glastonbury Tower

Und es regnete.....

Einer der Steinkreise, auf dem Feld mit Kühen....

hell, heller, Die Abbey in Bath!!!!

Und das Bad in Bath by night

Avebury-Steinkreis

...große Steine kleiner Chris?!?!?!

Chester Fußgängerzone

.....Kathedrale....

.....und Kloster (mit Sonja) ^^

Freitag, 20. Juli 2012

..und das Pilgern!!!

Tja, das mit dem Schlafen klappt irgendwie nicht so richtig, insofern nun also direkt die Fortsetzung zum vorherigen Eintrag.
Von Porto aus ging es zu Fuß und im Regen ( nach mehreren Tagen Sonnenschein) 25 km an der Atlantikküste entlang. Ein theoretischer Umweg, der jedoch landschaftlich viel schöner war als die eigentliche Hauptroute. Gegen Mittag klarte es auch auf und am Abend waren wir vom vielen im Sand laufen und Sonne im Gesicht haben reichlich müde und froh über ein Bett in Vila do Conde
pure Naturgewalt!!!!

der erste Pfeil von vielen


Barfuß am Strand

Sonja vs Sturm

Sieg für mich, der Sturm musste gehen!!!!

Und wir hatten einen ersten traumhaften Sonnenuntergang ( den ich fast verschlafen hätte...)
Während der nächsten 4 Tage liefen wir ständig gen Norden durch Portugal, durchquerten Eukalyptuswälder und überquerten römische Brücken, fanden versteckte Burgruinen und hatten unglaubliche Pilgermenes mit unglaulich viel Fleisch und dem typischen Vino Verde für 6 Euro pro Person. Für deutsche und englische Verhältnisse ist POrtugal schlicht und ergreifend günstig!!!!

Eualyptuswälder und unsere Rucksäcke

weites Land zu unseren Füßen

und alte Burgruinen über unseren Köpfen

Entdecker....

...und Entdeckte....

viele Brücken aus unterschiedlichsten Epochen


und wir immer mittendrin

das Ziel des ersten 34 km Tages bei 28 Grad und einem seeeeehr großen Hügel!!!!!!!
Im Gegensatz zum Camino Frances ( dem Hauptweg) ist der Camino Portugues zumindest auf dem ersten Teil in Portugal eher unbevölkert, in 4 Tagen sahen wir 3 weitere Pilger. Das änderte sich jedoch je näher wir der spanischen Grenze kamen. Schlagartig wurden es auch mehr Industriegebiete und Wegzeichen. Interessant zu sehen, wie sich Landschaft und Kultur ändern, schleichend und trotzdem so beeindruckend wahrnehmbar. Wir haben die Stille und Einsamkeit genossen, hatten aber auch Gesellschaft zur richtigen Zeit. Was die Natur angeht, ist der Camino Portugues definitv schöner als der Frances, wer es allerdings lieber nicht so einsam haben möchte, ist auf dem Frances besser beraten. Geschlafen haben wir teilweise in Herergen in Räumen mit bis zu 50 Betten, teilweise in privaten kleineren Herbergen oder Pensionen. Seit einigen Jahren nehmen auch die Pilgerherbergen auf diesem Weg zu, sodass Kost und Logis keine Probleme darstellen. Anders als auf dem letzten Camino waren auch die Tagesstrecken. Gerade in den ersten und letzten Tagen haben sich Tage mit bis zu 34 km gehäuft, frühes Aufstehen war ein Muss, um der Hitze zu entgehen. Aber wir haben ja keine Ferien auf dem Ponyhof gebucht und so haben wir auch die voll Pilgerdröhnung (ein Gemisch aus Freud und Leid, Pein und Glorie) abbekommen.
In Spanien folgten wir weitestgehend nicht nur dem Pilgerweg sondern auch einer alten römischen Verkehrsstraße, sodass gefühlte 20 römische Brücken überquert wurden und Geschichte hinter jeder Straßenkreuzung auf uns wartete.
Wir hatten Wasser von unten

Und von oben!!!!!!

Und auch für uns ging es immer wieder hoch hinaus!!!

...und Pausen folgten.

Schließlich erreichten wir aber auch Spanien!!! Ein interessantes Gefühl, zu Fuß Landesgrenzen zu ueberqueren.....
Neben den 18 bis 34 km pro Tag bei Dauerregen bis hin zu 34 Grad hatten wir natürlich auch unser Gepäck, Chris als Meister im Minimalistischen reiste sehr leicht, wahrscheinlich kaum 6 kg. Ich brauchte dann doch diverse Salben und Cremes und kam an die 8,5 kg. Und ich kann euch sagen, jedes einzelne Gramm macht sich bemerkbar!!!!
Gegessen haben wir entweder Pilgermenues oder selbst Eingekauftes oder Gekochtes, es gab oft Baguette mit Chorizo oder Jamon, Thunfisch und Salat, galicische Suppen und Weißwein. Ach ja...und die Kekse........ ;)





Der Pilger im Pilger

und der Wein im Glas (noch)

erster Blick nach vielen Tagen auf eine Mündung des Ozeans

und Chris mal wieder vor einer Brücke :)

Wer auch immer der gute herr ist...aber die Brille ist verschärft!!!!!

Die genialste Quelle der Welt!!! 40 Grad warmes Wasser zum Entspannen der Füße!!!Ein Traum!!!

Ebenso traumhafter Sonnenaufgang

...und da hatten wir dann tatsächliche Träume

Chris und Santiago in Padron. Hier hat der gute Herr angeblich angefangen zu missionieren ( nein, nicht Chris)!!!

Und dann, nach 10 Tagen und mehr als 200 km Santiago, jedoch nur als Zwischenstatio auf unserer Pilgerung!!!
Nach Santiago ging es nämlich noch weitere 90 km nach Finisterre, ans Ende der Welt, an den Atlantik. Wenn etwas dem portugiesischen Jakobsweg nahe kommt, dann diese 90 km. Was als Wanderung durch Eukalyptuswälder begann, wurde am zweiten Tag zu einem fast alpenähnlichen SPaziergang unter gemaltem Himmel und endete am 3. Tag in einer fast kargen Landschaft, die dann ins Meer mündete. Aber seht selbst, Worte reichen nicht aus!!!!

Santiago am Morgen

und die katze am Wegrand mitten im Wald

Wege..so viele Wege...

und Brücken ;) diesmal standen wir auf einer!!!! (und das war der erste Tag ;) )

Tag NUmmer 2 begann mystisch....

und ging weiter mit einem zauberhaften Sonnenaufgang ( die sahen wir oft, frühes Aufstehen wegend er Hitze...)


...und nachdem sich die Wolken und der Nebel verzogen hatten,

und wir unseren Spaß hatten....

konnten wir erneut großartige Landschaft....

...und einen noch großartigeren Himmel bewundern!!!!


Und diese seltsamen Geilde sind galicische Kornspeicher ;)
Der letzte Wandertag bricht an....

und beginnt erneut mit einem unvergesslichen Sonnenaufgang.

vielen Felsen,

und dem Atlantik. DIe Halbinsel ist Fisterra, die linke äußere Ecke das Cap Finisterre, das Ende der Welt. 31 km liegen vor uns

Aber man kann es sich ja schonmal angucken!!!

Diese Kreuze haben uns durch ganz Galicien begleitet

Solche Strände kommen erst heute dazu.

Und so wie alles begann, barfuß am Strand, endet es auch. Nur das Wetter ist besser!!!


Und die folgenden 3 Tage bleiben wir hier, genießen die Sonne

und Sonnenuntergänge


kurze Spaziergänge ermöglichen unglaubliche Aussichten


Und letztendlich sind wir am Ende der Welt!!!!!


Und am Ende eines unvergesslichen unglaublichen traumhaften alles beinhaltenden Urlaubs!!!!

Und das ist der Weg, insgesamt mehr als 300 km insgesamt gewandert in 13 Tagen
Tja, das wars. Wir hatten Kopfschmerzen und Blasen, Hitzschläge und schlechte Laune, nervende Moskitos und nervende Mitmenschen aber am Ende bleibt doch nur das Schöne im Gedächtnis. Und es hat bei Weitem überwogen. Ich kann es nicht beschreiben und ich bin froh, dass ich es mit einem großartigen Menschen erleben und nun mit euch teilen kann.